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Games und ich

Computerspiele, ein Teil meines Lebens
Computerspiele, ein Thema mit 1000 Gesichtern.

Angefangen hatte bei mir alles mit den pixligen 8Bit Computerspielen. Die ersten Spiele waren natürlich von ein einer Audio-Kassette in den Speicher geladen worden. Einige gab es bereits, andere Spiele wurden in mühsamer Tipparbeit auf das eigene 8Bit-Maschinchen umgeschrieben. Mein erster Computer war damals der KC-85 /3. Ein auf dem 8-Bit CPU Z80 (U880 in der DDR) basierender Rechner ohne Festplatte, 24 Zoll Flachmonitor oder ähnlichem. Ganze 64kByte RAM hatte er und die 16 Farben wurden auf einem handelsüblichen TV mit einem integrierten Konverter wieder gegeben.

Später folgte dann der legendäre Amiga 500, die misslungene Fortsetzung CDTV (basierend auf dem Amiga 500) und mein erster “richtiger” PC, der Schneider Euro-PC. Auch der war noch ohne Festplatte, da mir eine 20 Megabyte Festplatte mit über 1500 DM einfach zu viel Geld kostete. Ach ja, und ein Grün-Monitor brachte mir die Ergebnisse meiner 16 Bit Anwendungen vor Augen.

Irgendwann begann dann die Ära der PCs im heutigen Sinn. Mit Festplatte, CD-Laufwerk und so weiter.

Neben Spielen bot ein PC mir nun immer mehr Beschäftigungsmöglichkeiten. Schon in meiner Lehrausbildung hatte ich erste Berührungen mit dem Programmieren. Damals noch in Basic. An meinem 8Bit KC-85 beherrschte ich Basic so gut, dass ich von meiner Ausbildungsfirma zu einem “Spezialistentreff” mit Gleichgesinnten “delegiert” wurde. Es war eine Auszeichnung und ich verstand es auch so. Ist schon prima, wenn man sich mit Leuten auseinander setzen kann, die man versteht und die einem auch selbst verstehen.
Somit wurde Programmieren zu meiner meist getätigten Beschäftigung am PC. Gespielt wurde immer weniger. Der PC wurde für mich zusehends zu einer meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen.

Anfang der 90er Jahre waren Computer und das Zubehör noch recht teuer, im Gegensatz zu heute. An ständige Erweiterungen oder gar neue Geräte war kaum zu denken. Naja und außerdem kam dann meine erste feste Beziehung zustande, in die ich natürlich auch mehr Zeit investierte. Mein Auto und mein Motorrad fraßen dann auch noch mein selbst verdientes Geld auf und der PC wurde vorläufig zur Nebensache.
Trotzdem verlor ich nie das Interesse an Computern. Ganz im Gegenteil.

Mit einem neuen PC ging es dann irgendwann wieder richtig los. Ein Pentuim 133, ein paar Kleinigkeiten ringsherum und eine SoundBlaster16 eröffneten neue Betätigungsfelder. Musik am PC. Ein weiteres Thema mit dem ich zukünftig vel zu tun hatte und … eine neue Generation von Computerspielen. Neben Autorennen-Simulatoren über Geschicklichkeit- und Knobel-Spiele bis hin zu Weltraumschlachten reichte nun die Palette. Ein Spiel hob sich nach und nach aus all diesen hervor. Warcraft. Noch in für heutige Verhältnisse pixligen 2D-Grafik bahnte sich ein fesselnder Spielspaß an.

Viele Spiele wurden schnell langweilig. Monotone wiederkehrende Abläufe und vorhersehbare Szenarien ließen ständig auf Nachfolgeversionen hoffen. Warcraft spielte ich bis zur letzten Fortsetzung, bis auch diese aud Dauer langweilig wurde. Wieder einmal kam es zu einem Stillstand in Sachen Computer-Spiele. Andere Anwendungen begeisterten mehr. Einfach nur Textverarbeitung, Programmierung oder Musik am PC waren interessanter. Das zog sich eine Zeit hin. Zwischenzeitlich gab es schon hunderte neuartige Spiele, aber so richtiges Interesse kam nicht auf bei mir.

Dann kam der Tag, an dem ich das erste Mal von World od Warcraft hörte. Bekannte, die man im Computerladen meines Vertrauens traf, erzählten davon. Ich solle es mal ausprobieren, weil es ganz anders ist, und so weiter. Ständig wurde von tollen Charakteren gesprochen, die man durch eine 3D-Welt lenkte und gemeinsam mit anderen aus der ganzen Welt gegen mächtige Endgegner kämpft.

world_of_warcraft_human_Ich ließ mich überreden, bekam den ersten 10 Tage Testzugang und erkundete die neue Welt. Das waren meine ersten Schritte in einem MMORPG. Massively Multiplayer Online Role-Playing Game  heißt Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel und ist quasi die Weiterentwicklung eines Mehrspieler-Systems. Schon mit älteren Spielen war spielen im privaten Netzwerk eine spannende Sache. So genannte LAN-Partys vereinten schon damals viele meiner Bekannten. Regelmäßig traf man sich, puzzelte die Rechner im Netzwerk zusammen und spielte gegen- und miteinander.

Durch bezahlbar gewordene Internetverbindungen, dank DSL-Flatrate, war für MMORPGs eine Basis geschaffen worden. Man brauchte nicht mehr nur zu bestimmten Tagen mit Freunden zusammen spielen, sondern war nun zu jeder Zeit miteinander vernetzt.

World of Warcraft, WoW, war nun mein aktuelles Spiel. Es entwickelten sich neue Bekanntschaften. Mit Spielern, die man nur vom Chatten her kannte, wurden auch im realen Leben (RL) Kontakte geknüpft. Eine völlig neue Spielfreude kam auf. Die Welt in WoW war zunächst unendlich groß und es gab viel zu entdecken. Dieses Spiel wurde einfach nicht langweilig, bei hunderten von Quests (Aufgaben), die es zu erledigen galt. Zwar waren auch Einige recht nervig und man verlor nach etlichen Versuchen die Lust, aber es fesselte einem doch immer wieder aufs Neue. In Gilden schlossen sich dann Viele, die sich persönlich kannten oder online gefunden hatten zusammen. Spielen am PC wurde zur neuen Herausforderung, da man nun nicht mehr ausschließlich gegen den Computer antrat. In Duellen mit Freunden oder im Spieler-gegen-Spieler-Modus (Player versus Player – PvP) wurden Auseinandersetzungen im Spiel zu unvorhersehbaren Überraschungen.

Diese Art von Computerspielen hat aber auch unangenehme Seiten. Wenn man seinen Charakter auf einem Server zuhause hat, auf dem PvP die Standardeinstellung ist, ist man teilweise vor feigen Angriffen nicht sicher. Zwar gibt es Regeln, die aber anders als im realen Leben nicht wirklich geahndet werden. So bleibt einem oft nicht weiter übrig als das Spiel zu beenden und zu einem andern Zeitpunkt weiter zu spielen.
Wenn es ganz hart kommt, wechselt man den Server oder fängt von Anfang an auf einem PvE-Server (Player versus Environment) an. Hier, auf Spieler-gegen-Umgebung-Servern, ist PvP nur auf eigenen Wunsch aktiv und man kann in aller Ruhe allein oder mit Freunden seine Quests erledigen.

Im weiteren Spielverlauf in WoW entdeckte ich eine für mich seinerzeit neu Spielvariante. Rollenspiel (RP). Dabei gilt, sich in seinen Charakter hinein zu versetzen und an Stelle seiner zu interagieren. Dass kann so weit ins Detail gehen, dass man die ganze Spielzeit über im Chat nur in der Ausdrucksweise seines Charakters schreibt und neben den vorgegebenen Quests auch eigene Szenarien entwickelt. Allein oder spontan mit anderen PR-Spielern zusammen können dann komplett eigene Geschichten entstehen, die mit dem eigentlichen Spielverlauf nichts mehr wirklich gemeinsam haben oder bestimmte Spielinhalte kreativ erweitern.
Rollenspiel ist ein so faszinierendes Thema für mich, dass ich hier auf meiner Seite noch einmal mit einem separatem Bereich darauf eingehen werde.
So weit war es dann das auch einmal für diesen ersten Seiteneintrag zum Thema Games und ich.
Ein paar Folgebeiträge wird es jedoch bestimmt hierzu geben.

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